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 Geschichte: Ermordung Elayes und Kyras

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BeitragThema: Geschichte: Ermordung Elayes und Kyras   Fr 08 Mai 2009, 18:43

Vor 384 Jahren...

Ein lauter Gong ertönte und ließ Saida, Aethe und Lanya aufblicken. Die waren im Schlossgarten gewesen und hatten den Sonnenuntergang betrachtet. Nun aber liefen die Geschwister geschwind in Richtung Schloss, denn das Läuten rief sie zum gemeinsamen Essen mit ihrem Vater und ihrer Mutter. Davor musste sie aber kurz einen Umweg über ihre Gemächer machen, um sich zu richten. Die schmutzigen Stiefel wurden gegen saubere ausgetauscht, die beiden Mädchen kämmten sich lachend gegenseitig die Haare und Saida, humorlos wie immer, warf ihnen nur kurz einen missbilligenden Blick zu. Schnell hatten die drei Jugendlichen sich fertig gerichtet und machten sich auf den Weg zum Speisesaal. Die Bedinsteten öffneten die Türe und sie traten ein, um wie jeden Abend das Abendmahl einzunehmen.
Sie saßen bereits eine Weile beisammen und unterhielten sich, als plötzlich ein wachehaltender Soldat durch die Türen gestürzt kam. Total außer Atem und mit einem leicht panischen Ausdruck in den Augen. Sofort blickte die Familie ihn gebannt an. Schnell verbeugte der Soldat sich und meldete dann mit leicht zittriger Stimme, was ihn so aus der Fassung brachte.
"Mein Lord. Tamir und eine große Ansammlung seiner Anhänger haben sich im Wald vor der Burg versammeln und bereiten einen Angriff vor!"
Elaye erhob sich und nickte kurz seiner Gattin und seinen drei Kindern zu. Dann wandte er sich um und bedeutete dem Soldaten ihm alles auf den Weg zum Tor zu erzählen. Kyra blickte ihm ein wenig bange hinterher. Ihr behagte es nicht, dass ihr Gatte jedes mal selbst an den Kämpfen beteiligt war, welche sich immer wieder zwischen seinen Soldaten und Tamirs Anhängern entwickelten. Den vieren war es aber untersagt etwas dagegen zu sagen. Es war die Entscheidung des Lords und seine Familie musste sie akzeptieren. Schweigend beendeten sie ihr Abendmahl, und warteten auf die Rückkehr Elayes.

Es wurde Abend...

Kyra stand an der Brüstung des alten Balkons und blickte in den schwarzen Wald jenseits der Mauern, als versuche sie die dort kämpfenden Männer zu sehen. Es wurde spät...kurz vor Mitternacht hielt sie es nicht mehr aus. Die Sorge brachte sie fast um den Verstand. Leise blickte sie kurz in die Gemächer ihrer Kinder und vergewisserte sich, dass diese auch schliefen. Erst dann wandelte sie, mehr einem Geist gleichend als einem Menschen, durch die verlassenen Gänge des nächtlichen Schlosses. Durch einen Geheimausgang verließ sie das Gebilde aus schweren Steinen und verschmolz zugleich mit der Dunkelheit des Waldes, in den sie eintauchte. Unheimliche Stille lag über dem Wald. Kein Tier regte sich, kein Windhauch brachte die Blätter zum rascheln. Alles schien tot. Sie hörte auch keinen Laut, der darauf hinwieß, wo der Kampf stattgefunden hatte. Aber auch kein Kampflärm war zu vernehmen. Nur diese unheimliche Stille. Und das Geräusch von Schritten...
Erschrocken zuckte Kyra zusammen und blieb stehen. Sofort verstummten die Schritte. Leise und nervös lachte sie. Warscheinlich ware es nur ihre eigenen gewesen. Wieder setzte sie sich in Bewegung und zwang sich selbst sich auf den Weg zu konzentrieren. Trotzdem konnte sie das Gefühl einfach nicht verdrängen, dass die Schrittgeräusche seltsam klangen. Irgendwie...zu schnell, als dass es ihre eigenen hätten sein können. Unbewusst beschleunigte sie ihre Schritte. Als sie auf eine kleine Lichtung kam blieb sie schockiert stehen. Ihr Blick galt nicht den vielen Toten, die überall den Boden bedeckten, und dessen Blut die Erde noch schwärzer erschienen ließ, als sie sowieso schon war. Die starren, zum Himmel gerichteten Augen besaßen ein unheimliches Schimmern, welches von dem nun sichtbaren Mond kam, und sich in der tiefen Leere der toten Augen zu verirren schien. Aber auch hierfür interessierte sich Kyra nicht. Nein...ihre Aufmerksamkeit galt ganz und gar ihrem Gatten. Er schien an einem Baum zu lehnen, den Kopf auf die Brust gesunken, als wäre er erschöpft. Aber bei genauerem hinsehen erkannte man, dass er keinesfalls freiwillig dort war. Ein Schwert hatte ihn durchbort und an den Baum genagelt. Lediglich der Schwertknauf war noch zu sehen. Zu aufgewühlt und unter Schock, um auch nur eine einzige Träne zu weinen ging sie langsam auf den Leichnahm zu, der auf den ersten Blick noch so friedlich gewirkt hatte, und nun, beim näherkommen, wurden grässliche Wunden entblößt. Vor Elaye sank Kyra auf die Knie. Sie zitterte am ganzen Körper, was warscheinlich eher eine weitere Auswirkung des Schocks war, als dass es an der Kälte lag.
Sie blickte nichtmal auf, als sie leise, schleichende Schritte hinter sich hörte, sondern ihre Augen blieben unverwand auf dem, zu einer Maske des Schmerzes verzogenen, Gesicht ihres Gatten. Sie hatte nichteinmal gehört, wie die Klinge gezogen wurde, sondern zuckte regelrecht erschrocken zusammen, als sie plötzlich das eiskalte Metall an ihrem Hals spührte.
"Aufstehen!", forderte eine raue Männerstimme.
Mechanisch folgte Kyra der Aufforderung und wurde, sobald sie stand, unsanft herumgedreht. Die Schwertklinge die ganze Zeit an der Kehle. Noch nie zuvor hatte sie den Feind ihres Gattens gesehen und doch wusste sie sofort, dass es nur Tamir sein konnte. Ohne jeden Zweifel wusste sie, dass dieser Mann ihren Gatten getötet hatte, genauso wie er sie töten würde. Ihr Gegenüber sah sie aus seinen kalten Augen heraus an. Er sprach nicht, drohte ihr nicht damit, sie umzubringen. Allein sein Blick und seine Ausstrahlung war Drohung genug. Noch kurz blickten die beiden sich schweigend an und wieder herrschte diese allesüberlagernde, erdrückende Stille. Dann zuckte die Klinge Tamirs vor und färbte sich rot von Kyras Blut. Ohne jegliche Regung stand diese da und fasste sich an den Hals. Zwischen ihren langen, bleichen Fingern quoll Blut hervor und lief ihren Arm hinab, um auf den Boden zu tropfen und den Boden mit noch mehr menschlichen Lebenssaft zu erfüllen. Der Blick ihrer hellen Augen flackerte, wärend sie lautlos versuchte Luft zu holen - vergeblich. Ihre Beine gaben unter ihr nach und sie viel auf den feuchten Boden, welcher stehtig feuchter wurde - sie lag in ihrem eigenen Blut und würde sich nie wieder daraus erheben können.
Unbeteiligt und mit abweisenden Blick sah Tamir zu, wie Kyra starb. Schon zu viele hatte er sterben sehen und zu oft hatte er selbst getötet, als dass es ihm noch etwas ausmachte zu sehen, wie die Sterbenden mit dem Tod rangen. Aber auch schon oft hatte er die stumme Anklage in den Augen seiner Opfer gesehen, als dass er sich unwohl gefühlt hätte, dass Kyra ihn unverwand, und ohne einen Ton von sich zu geben, ansah, wärend langsam das Licht in ihren Augen verlosch. Als sich ihre verkrampften Finger langsam entspannten und ihre Augen ihn matt und leblos anstarrten drehte er sich um und trat in den Wald. Die Finsternis verbarg ihn vor jedem Blick, aber man hätte eh nicht erkennen können, dass er zuvor seinen Feind, und dann auch noch seine wehrlose Frau getötet hatte, denn seine Augen waren kalt und sein Gesicht ausdruckslos wie immer. Nichteinmal das leichte Lächeln auf seinen Lippen hätte man warnehmen können, wenn man nicht gewusst hätte, dass es da war.
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